11.10.08
Geschrieben in DVD Review
, um 22:45
, von Dennis
Die siebzehnjährige Pursy bekommt die Nachricht über den Tod ihrer Mutter. So beschließt sie, nach Jahren wieder in ihre Heimatstadt New Orleans zu ziehen. Doch anstatt ein bis dato wohlbehütetes Heim vorzufinden, trifft sie im ehemaligen Haus ihrer Mutter auf zwei ältere Männer, dem ehemaligen Literatur Professor Bobby Long und seinem ehemaligen Assistenten Lawson Pines. Widerwillig beugt sie sich dem letzten Willen ihrer Mutter, die den beiden Freunden wohl Wohnrecht gewährt hat. Anfangs herrscht noch recht kühles und angewidertes Klima zwischen dem Teenager und den beiden Herrschaften, die den ganzen Tag eigentlich nix weiter machen, als Alkohol zu trinken und in den Tag hineinzuleben. Doch nach und nach baut sich eine vielschichtige Beziehung zwischen den dreien auf, man redet miteinander und kommt sich näher, wodurch unweigerlich auch tiefe Geheimnisse ans Tageslicht kommen.

“Love Song For Bobby Long” ist ein schöner, ruhiger Film, der durch die Leistungen seiner Hauptdarsteller hervorsticht. John Travolta als älterer, ehemaliger Professor, der zum Alkoholiker geworden und damit so ziemlich ganz unten im Leben angekommen ist und dann von hier auf jetzt wieder eine ganz andere Welt kennenlernt, weiß ebenso zu überzeugen, wie seine Schauspielkollegin Scarlett Johansson, welche die junge High School Absolventin mimt. Sie weiß nicht so recht, was sie im Leben wohl will, was man daran sehen kann, dass sie beschließt, innerhalb kürzester Zeit ihren Freund zu verlassen, um Richtung New Orleans aufzubrechen, dem Ort ihrer Kindheit. Es ist zwar ein trauriger Anlass, aber dennoch ein Anlass. Gerade dort angekommen, wird sie damit konfrontiert, dass das Haus ihrer Mutter von zwei Alkoholikern belagert wird, weshalb sie sich zuerst gleich wieder entschließt, weiterzuziehen. Direkt am nächsten Tag jedoch kehrt sie wieder ein, woraufhin sich dann die eigentliche Geschichte aufbaut.
Dem Wunsch folgend, herauszufinden, wer eigentlich ihre Mutter war, begibt sie sich auf eine Reise durch das ruhige, sehr ruhige Leben im Südosten der USA, stößt dabei auf Erinnerungen, Kummer, aber auch auf eine völlig unverhoffte Entdeckung, die ihr bisheriges Leben weitesgehend zu verändern vermag. Diese Entdeckung, welche ich an dieser Stelle nun nicht verraten möchte, hat schon vorher im Film einen gewissen Stellenwert, doch wurde es geschickt verdeckt, so dass man wirklich erst zum Schluß eigentlich drauf gekommen ist.
Der Film hat Höhen und Tiefen, sowohl, was die Emotionen angeht, als auch die Story. Er bietet unterschiedliche Charaktere und zeigt, wie solche zusammenwachsen können. Manchmal gibt es kleine Schönheitsfehler, über die man aber auch hinwegsehen kann, wenn man auf ruhige, schöne Filme steht, die einfach eine nette Geschichte zu erzählen haben.
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07.10.08
Geschrieben in DVD Review
, um 21:19
, von Dennis
Die zwei Jugendlichen Agnes und Elin verbindet nicht viel. Elin ist ein typisches Girlie, welches beliebt ist, keine Party auslässt und den Traum von einer großen Model Karriere hat. Dabei ist die Kleinstadt Ã…mÃ¥l natürlich mehr oder weniger ein ziemliches Hindernis. Agnes hingegen ist vor zwei Jahren hingezogen, hat jedoch seitdem nicht so richtig Anschluss bzw. Freunde gefunden, ist nicht so beliebt und führt eher ein Schattendasein. Die einzige Person, die ihr etwas bedeutet, ja, in die sie verliebt ist, ist nahezu unerreichbar für sie: Elin. Nicht wirklich in Stimmung und angetrieben von ihrer Mutter veranstaltet Agnes eine Geburtstagsparty, welche jedoch ein regelrechter Reinfall ist….Bis Elin plötzlich vor der Tür steht.

Mit “Fucking Ã…mÃ¥l” hat Lukas Moodysson einen wunderschönen Film über die Probleme des Erwachsenwerdens, der Selbstfindung und auch z.T. der damit verbundenen gesellschaftlichen Akzeptanz geschaffen. Es ist eine Jugend, die schon am Montag wieder an die Party des kommenden Wochenendes denkt, ihr Leben recht unbeschwert lebt, für den Moment…im Jetzt. Was Morgen kommt, ist egal. Gibt es ein Morgen ? Ist es anders als das Jetzt ? Warum sollte es anders sein ? Sie scheinen keine handfesten Ziele zu haben, nehmen Dinge einfach so hin, wie sie sind, was man beispielsweise an der Szene mit den beiden Schwestern sieht, in der Jessica auf die Frage hin, warum sie und Markus zusammen seien, antwortet: “Wir sind halt zusammen.”.
Doch was passiert, wenn man aus dieser Welt plötzlich rausgerissen wird ? Wenn auf einmal alles drunter und drüber geht ? Wenn eine Begegnung alles zu verändern vermag ? Das sieht man an Elin, die im Film eine wahre Wandlung vollzieht. Die Begegnung mit Anges hat etwas in ihr freigesetzt. Mit Agnes hätte sie es nach kurzem Zögern tatsächlich gewagt, Ã…mÃ¥l den Rücken zu kehren. Eine Schlüsselszene, ist sie doch für beide Charaktere im Folgenden sehr bedeutend. Elin weiß nicht, dass Agnes in sie verliebt ist, doch unabhängig davon bemerkt sie selbst auch, dass da irgendwie mehr ist. Leider holt sie die Realität nur all zu schnell wieder ein. Es kann doch nicht angehen, dass sie, ein so beliebtes Mädchen (Wobei der Ausdruck “beliebt” auch nur mit Vorsicht zu genießen ist, eher oberflächlich, als aufrichtig, wenn man daran denkt, dass sie auch als Schlampe verrucht ist…) lesbisch ist. So versucht sie, ihren Gefühlen zu enfliehen und kehrt in ihre bekannte Welt zurück. Sie lässt sich sogar auf eine scheinheilige Freundschaft mit Johan ein, welcher seinerseits auch in Elin verliebt ist. Von ihm lässt sie sich entjungfern, nur damit sie sich einreden kann, dass sie nicht “vom anderen Ufer” ist. Jedoch vermag sie ihre wahren Gefühle nicht komplett zu unterdrücken. Dies kann man sehr gut an der Szene sehen, in der Elin auf ihrem Bett sitzt, als das Telefon klingelt. Man kann erkennen, dass sie hofft, Agnes sei am anderen Ende der Leitung. Die Ernüchterung erfolgt jedoch schnell, als sie die Stimme ihrer Schwester hört. Bis zuletzt versucht sie, gegen ihre Gefühle anzukämpfen, sie zu unterdrücken. Auch in Hinblick auf die leider nur all zu häufig bekannten Outing Probleme, die z.T. in der Familie anfangen, was man an Agnes Mutter sehen kann, aber auch im Freundeskreis…ja gerade im Freundeskreis auftreten. So wird auf einer Party regelrecht über Agnes hergezogen, sie wird angerufen und verarscht, wobei man ihr das Leiden wirklich ansehen kann. So kommt es dazu, dass sie ritzt, um den Gefühlsschmerz zu bekämpfen. Die Eltern haben von ihren Problemen keine Ahnung, weshalb die Szene, in der Agnes beim, oder besser gesagt vorm Selbstverletzen von ihrem Vater überrascht wird, auf eine gewisse Art und Weise ziemlich tragisch erscheint, wenn man bedenkt, dass sie vorher sogar den Wunsch geäußert hat, tot zu sein.
Ohne Unterstützung der Eltern steht man nun da und muss damit fertig werden. Entweder man steht zu sich und seinen Gefühlen, ist ehrlich zu sich selbst, wodurch einem egal sein sollte, was andere womöglich sagen, oder man verleugnet sich, macht nur sich selbst und womöglich noch andere (In diesem Falle wohl eindeutig Johan) traurig. Natürlich gibt es kein “Das ist richtig und das ist falsch”. Solche Konflikte gehören einfach zum Erwachsenwerden dazu. Bis zuletzt hat auch Elin mit sich gehadert, bis sie endgültig, durch letzte Überzeugungsarbeit von Agnes, den Entschluss gefasst hat, dazu zu stehen. So schlägt in ziemlich genau Minute 80:00 auch gerade zu wortwörtlich der Filmtitel “Fucking Ã…mÃ¥l” zu Buche….
Abschließend will ich sagen, dass der Film zwar mit vielen Klischees spielt, aber dennoch wunderschön inszeniert ist. Man könnte in gewisser Weise sogar sagen, dass die Klischees einen tragenden Teil des Films ausmachen. Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen Alexandra Dahlström als Elin und Rebecka Liljeberg als Agnes sowie die Darstellung von Mathias Rust als Johan wirken überzeugend. Man nimmt ihnen die Rollen der Jugendlichen ab, was in Bezug auf einen gewissen Wiedererkennungswert des eigenen Erwachsenwerdens und Selbstfindens sehr fördernd ist.
Kurzum: Sehr genialer Film, seht ihn euch an, sofern noch nicht geschehen!
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14.08.08
Geschrieben in DVD Review, Serien
, um 13:50
, von Dennis
Wow! Da gibt es diese Serie nun auch schon auf DVD… Als ich sie das erste mal im Laden gesehen hatte, war ich sehr überrascht, denn an diese Sci-Fi Show hatte ich gar nicht mehr gedacht, auch wenn ich sie damals gern im TV gesehen habe. Seit zwei Wochen oder so befindet sich nun die erste Box mit den Staffeln eins und zwei in meinem Besitz und ich muss sagen, die Serie ist schon ziemlich trashig. So hatte ich sie auf jedenfall nicht in Erinnerung. Wobei man aber auch bedenken muss, dass sich die Ansprüche, Ansichten und Meinungen im Laufe der Jahre sicherlich verändern und/oder wachsen. Trash heißt zwar nicht unbedingt schlecht, aber in diesem Falle ist es schon schwer, mehrere Folgen wirklich ernsthaft hintereinander zu schauen…Also zu schauen, nicht nebenbei laufen zu lassen. Mitunter üble Dialoge, schlechtes Acting und natürlich bombastisch überholte Effekte trüben das Gesamtbild ein wenig. Okay, für die Effekte kann die Serie natürlich nix, sie waren damals sicherlich gut. Aber heute betrachtet, und da mag ich vielleicht voreingenommen sein, ist das genau die Zeit, in der die Effekte so auf CGI getrimmt wurden, obwohl man dies genau erkennt. Es war so eine Schwellenzeit irgendwie, der Übergang in die FX, wie man sie heute kennt. Ich bin der Meinung, dass man das vielleicht hätte anders lösen sollen, dass dieser Umsprung bei vielen Serien bzw. Filmen zu früh kam.
Abgewinnen kann ich der Serie jedoch, dass sich in jeder Folge ein anderes Szenario bietet, in dem sich die Welt befindet. Mal herrscht Russland über den amerikanischen Kontinent, mal bedroht ein Asteroid die Erde und muss mittels der bis dahin noch nicht erfundenen (weil Einstein nicht mit der Bürde leben wollte) Atombombe vernichtet werden und mal gibt es durch einen im Irak-Krieg freigesetzten Virus keine Männer mehr auf der Welt. Diese Vielfalt ist schon recht cool und natürlich auch das, was die Serie letztlich ausmacht.
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13.08.08
Geschrieben in DVD Allgemein, DVD Review, Einkaufen
, um 12:10
, von Dennis
Nicht chronologisch, nicht nach Preis und auch nicht nach Bewertung sortiert…
Just a stupid list:
Bullitt 2-Disc Special Edition
Mit Getaway wohl ein Klassiker in seinem Genre, dem ich nun auch eine Chance geben möchte. Allein der ‘68er Mustang Fastback ist schon ein Kauf wert
The Getaway Deluxe Edition
Wie gesagt, ebenso wie Bullitt dürfte Getaway ein Klassiker sein. Mal schauen, was mich erwartet!
Casualities Of War Unrated Extended Cut
Den Film habe ich gekauft, weil ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe. Muss sagen, dass ich z.T. leicht schockiert war. Ausserdem habe ich den Film auch für ein anstehendes “Projekt” auf DVD Junkies.de gekauft, zu dem ich später noch etwas schreiben werde.
Vanishing Point
Vanishing Point…Vanishing Point…hmm….Ach ja ! Death Proof, Tarantino, Lieblingsfilm, geilste Verfolgungsjagd überhaupt….hmmm…..Deshalb hab ich den Film gekauft ??
The Good, The Bad And The Ugly Special Edition
Wahnsinns Film! Geniale Atmosphäre, klasse Schauspieler! Must Have für jede Sammlung, selbst wenn man kein Western Freak ist.
Once Upon A Time In The West Special Collectors Edition
Sergio Leones Meisterwerk über den Wilden Westen. Reiht sich nun neben seinem “Bruder”, “Once Upon A Time In America” ein.
Angels In America HBO Series
Schon viel von gelesen, öfters mal im Warenkorb gewesen, aber letztlich nie gekauft…Bis der Super Summer Sale bei play.com kam *G*.
Hamburger Hill 20th Anniversary Edition
Ebenso wie “Casualities…” weiter oben für ein bestimmtes Projekt gekauft.
Hostel 2 Unseen Edition
Lange gewartet, bis ich mir diesen Film geholt habe. Von vielen niedergemacht, viele schlechte Kritiken…Naja, schauen wir mal, ich bild mir ja immer gern meine eigene Meinung.
Spider-Man Trilogy Deluxe Box Set
Wahnsinns Box ! Und zu dem Preis war es mir auch egal, ob ich die Deluxe Edition vom ersten Teil schon hier stehen habe. Sehr schmuckes Stück, was hier nun im Regal steht…Super Summer Sale sei Dank
I Am Legend Special Edition
Im Kino gesehen. War schon recht cool, der Film. Nur war mir bisher die Special Edition zu teuer, wenn ich sie bei Media Markt oder so gesehen habe. Aber letzte Woche war diese DVD der “Deal der Woche” bei amazon.de, wo ich ihn dann für knappe 15€ erworben habe.
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23.07.08
Geschrieben in DVD Review
, um 14:12
, von Dennis

Der neunte Halloween, der gleichzeitig ein Remake des ersten Teils von 1978 ist, stellt Rob Zombies dritte Regiearbeit für einen Kinofilm dar. Mit dem Klassiker aus den 70ern hat er natürlich nicht mehr sehr viel gemeinsam, bis auf die grundlegendsten Fakten von und über Michael Myers. Mitunter rasant, mit interessanten Cuts und Kameraführungen versehen, wurde die Geschichte um den Maskenträger an die heutige Zeit und das heutige Publikum angepasst. Daher kommt man leider nicht umher, auch gewisse Klischees für einen Film dieser Art zu erfüllen, wie z.B. leicht bis gar nicht bekleidete Jugendliche, die beim, oder nach dem Geschlechtsverkehr auf die eine oder andere Weise ermordet werden. Natürlich war dies auch eine elementare Szene im 78er Halloween, aber hier wurde es mehrmals ausgeführt und z.T. auch explizit dargestellt, zumindest im Director’s Cut. Dies ist auf der einen Seite zwar schade, weil es sich so von seinem klassischen Vorbild natürlich distanziert, aber auf der anderen Seite auch notwendig, wenn man mit so einem Film auch Geld machen will…
Davon aber mal abgesehen, bietet sich einem mit diesem Film ein regelrecht bösartiger Slasher, in dem man direkt in die tiefe, dunkle Seele des Michael Myers hineinversetzt wird. Eine Szene jedoch hat mich ein wenig gestört, und zwar, als Myers aus der Anstalt ausbricht und nach Hause geht. Dort holt er aus einem Versteck die Maske, die wir alle kennen, und sein Messer hervor, welche er dort vor 15 Jahren, als er das Massaker daheim anrichtete, in einer Lücke im Boden hinterlegt hat. Diese Szene wirkte einfach zu plaziert, um uns zu dem Michael Myers zu bringen, wie wir ihn seit 30 Jahren in Erinnerung haben.
Ansonsten ein schöner, blutiger, moderner Slasher, der als Director’s Cut in einer schönen Limited Edition daherkommt.
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20.07.08
Geschrieben in DVD Review
, um 0:16
, von Dennis
Toller Film! Ich mag Robin Williams. Hier brilliert er im Vordergrund der Anfänge des Vietnamkrieges als Discjockey für die im brodelnden Kessel stationierten GIs. Während die Truppe von seiner kontroversen Art der Moderation und seiner zeitgenössischen Musikauswahl mehr als nur begeistert ist, betrachten die Vorgesetzten seine Show mit Bedenken und sehen darin eine Untergrabung ihrer Autorität bzw. der Kampfmoral.
Neben Robin Williams typischen Humor bietet der Film auch Szenen, die zum Nachdenken bewegen, Szenen, die absurd daherkommen und damit auch die Absurdität oder Sinnlosigkeit des Krieges darstellen. Natürlich darf man bei diesem Film keine großartigen Kampfszenen oder so erwarten, aber dennoch bekommt man einen Eindruck der damaligen Ereignisse, halt nur aus einer anderen Perspektive. Unterlegt ist der Film mit einer Auswahl an sehr guten Rock&Roll Songs der späten 60er Jahre, was ich mal wieder sehr begrüße ;). Allen voran steht dabei Martha Reeves & The Vandellas mit dem Song “Nowhere To Run”, welches auch den Soundtrack des Computerspiels “Battlefield Vietnam” bereicherte und dort für Stimmung sorgte.
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