11.09.08
Geschrieben in Kinofilm
, um 23:07
, von Dennis
Wow, ich bin leicht enttäuscht von dem Film. Abgesehen von Heath Ledgers tollen Leistung in der Rolle des Jokers, man beachte sein geniales Minenspiel und die gesamte Körperhaltung, gibt es in dem Film nicht viel, was mir so gut gefällt, dass ich “The Dark Knight” im oberen Durchschnitt ansiedeln würde…Leider, denn eigentlich ist Batman ein interessantes Franchise, wie ich finde. Doch ebenso wie sein Vorgänger, “Batman Begins”, ist der Funke nicht so richtig übergesprungen. Es ist so viel 08/15 Action, eins, zwei große Explosionen vielleicht, aber mehr auch nicht. Dass der Bezug zu Twoface geschaffen wird, wie er zu Twoface geworden ist, die Hintergründe sind vielleicht ein wenig interessant, aber haben mich auch nicht soo vom Hocker gerissen, auch wenn ich solche Connections in Filmen normalerweise sehr mag. Christian Bale gefällt mir als Batman auch nicht so wirklich..Vielleicht liegt es aber auch doch an Batman ansich, den er nur verkörpert, ich weiß es nicht genau. Die Synchro ist auch nicht so überragend, auch, wenn Bales Synchro nah am original liegt. Positiv zu bewerten bleiben dann nur noch die Sympathieträger Michael Caine, Morgan Freeman und Gary Oldman.
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Geschrieben in Allgemeines, FFF, Kinofilm
, um 18:11
, von Dennis
Ja, etwas länger hat es diesmal gedauert, da ich nach dem FFF noch beim SP-Treffen war und danach nochmals eine Museumstour in Speyer und Sinsheim, sowie eine Besichtigung des Werks Wörth der Daimler AG gemacht habe. Aber da euch das wahrscheinlich genauso wenig interessiert, wie die folgenden Reviews, kann ich ja auch gleich zum Punkt kommen…oder es eben bleiben lassen..oO…Naja, vier Filme sind es am letzten Festivaltag nochmal geworden:
My Name Is Bruce
Das ist so die Art von Film, von der ich erwartet habe, dass ich sie auf dem FFF antreffen werde…Meiner Meinung nach gleich gut wie “Dance Of The Dead”. Er besitzt den gleichen Charme, den gleichen Humor…aber, was noch viel besser ist: Er hat Bruce Camp(b)ell. Wohl DER hellste Stern am immer dunkler werdenden Splatterfirmament. Okay, die Zeiten für dieses Genre sind wohl größtenteils gelaufen, aber “My Name Is Bruce” zeigt, dass man in diesem Genre durchaus noch Fuß fassen könnte.
Ähnlich wie in JCVD spielt Bruce sich hier selbst, nimmt sich selbst auf die Schippe und muss auch in der “Realität” fiese, sehr gereizte Gummimonster erledigen. Dass der Film dabei, im Gegensatz zu seinen Pendants der 80er Jahre fast ohne Blut und anderen, grell leuchtenden Körperflüssigkeiten auskommt, tut dem Spaß kein Abbruch. Es ist einfach eine altbekannte Atmosphäre, die den Film ziemlich weit oben in meiner finalen Auswertung der FFF Beiträge positioniert.
Cowboys, Tod und Träume
Uiuiui….deutsche Kurzfilme. War ja recht neutral an die Sache rangegangen, aber umso enttäuschter habe ich nach diesem Beitrag den Saal verlassen. Während sich der erste Film, “Cowboy”, einfach nur in die Länge zieht, und ab der mitte in etwa einfach nur noch absurd, einschläfernd und…ja, total schlecht zugleich wird, konnte man bei “Mimikry” wenigstens Ansätze eines gewissen Anspruchs erkennen. Sehr schön durchdacht und mit sehr ruhigen Dialogen unterlegt würde ich diesen Film eigentlich ganz gut finden, wäre er nicht so furchtbar überstilisiert. Manchmal ist weniger halt mehr, doch so merkt man leider, dass die Macher unbedingt auf eine Art “künstlerisch wertvoll” erscheinen wollten. Zuletzt kam dann noch ein recht rasanter, aber sehr kurzweiliger Shortie mit einer sehr interessanten Wendung. Ohne große Umschweife ging es dort zur Sache, so wie ich es mir von einem Kurzfilm erwarte.
Acolytes
Ein sehr interessanter, gut durchdachter Thriller aus Australien, in dem sich eine Gruppe Jugendlicher auf ein gefährliches Psychospiel mit einem Killer einlässt. Die Überraschungen, die der Film dabei preisgibt und die recht harte Gangart machen Acolytes auch zu einem der besseren Beiträge des FFF, wenn man mich fragt.
The Chaser
Teilweise sehr langatmiger, Film Noir-Thriller, aus Südkorea. Doch irgendwie schaffen es die Asiaten immer wieder, diese Langatmigkeit angenehm erscheinen zu lassen, sie nutzen sie quasi aus, um interessante, teilweise atemberaubende Bilder zu zeigen. Atemberaubend, wie auch die Handlung, die, wie “Acolytes” zuvor recht kompromißlos daherkommt und den gespannten Zuschauer das eine oder andere mal in die Kinosessel presst. Vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl für die Closing Night, was aber auch daran liegt, dass ich bisher nicht so die großen Berührungen mit dem asiatischen Film hatte, jedoch auch keinesfalls die schlechteste Wahl.
Eine Retrospektive
Ja, mein erstes Fantasy Film Fest. Es war nicht verkehrt, dies bei ZiB und Spa durchzuziehen, weil man allein keinesfalls die nötige Motivation gefunden hätte, das FFF in diesem Umfang auszukosten. An dieser Stelle bedanke ich mich auch nochmal für die Gastfreundschaft der Beiden und freue mich aufs nächste Jahr, wenn ich hoffentlich wieder da sein werde.
Betrachten wir nun mal das gesehene: Insgesamt habe ich mir 25 Beiträge angetan, wodurch ich immerhin auf jeden Fall schonmal die 175€ für die Dauerkarte raushabe. Von diesen 26 Beiträgen, waren für mich persönlich nur zwei wirkliche und eine halbe Gurke dabei. Die wirklichen Flops, für die ich insg. 190 Minuten meines wertvollen Lebens verschwendet habe, waren “Virus Undead” und “36 Steps”, auf die ich hier nun nicht weiter eingehen möchte. Die halbe Gurke, “The Rage”, war im Prinzip nicht schlecht, jedenfalls nicht im Vergleich zu den beiden vorher genannten, jedoch kann ich mit diesem UBER-Trash Genre nicht soo viel anfangen.
Kommen wir nun zum absoluten Gegensatz, den richtigen Highlites des Festivals. Ich beziehe mich dabei auf die, meiner Meinung nach drei besten Filme. Da wären zum einen der wirklich interessant gestaltete Vampierfilm “Let The Right One In”, der sehr harte Horrorfilm “The Midnight Meat Train” und die geniale Komödie “The Art Of Negative Thinking”. Es ist schwer, hier eine wirkliche Reihenfolge reinzubringen, was auch daran liegt, dass sie alle drei aus verschiedenen Genres kommen, was ich auch sehr interssant finde. Es gab wirklich alles zu sehen: Komödien, Fun-Splatter, Eastern, Horror, Thriller, Fantasy, Kurzfilme, Animationsfilme…etc. Ebenfalls erstaunt war ich über die relativ vielen “Mainstream” Filme aus Hollywood und Co, von denen ich vorher nicht so gedacht hätte, sie hier anzutreffen. Beispiel dafür sind z.B. der recht gute “Mirrors”, “Outlander” oder auch “The Strangers”. Diese kommen zwar oft nicht unbedingt über einen guten Durchschnitt hinaus, sind jedoch auch sehr schön anzusehen.
Alles in allem hat mir das FFF sehr Spaß gemacht und ich werde mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit dem FFF ‘09 in Frankfurt wieder beiwohnen. Jetzt zum Schluß noch kurz eine Reihenfolge, wie ich die 5 besten Filme einordnen würde, ganz unabhängig vom Genre:
1) Let The Right One In
2) The Art Of Negative Thinking
3) The Midnight Meat Train
4) Jack Brooks: Monster Slayer / My Name Is Bruce
5) Mirrors
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03.09.08
Geschrieben in Allgemeines, FFF, Kinofilm
, um 2:52
, von Dennis
Soeben druckfrisch aus der Presse gekommen!
Dance Of The Dead
Au ja! Spaß Spaß Spaß. Klasse Fun Splatter mit dem Charme der 80er Jahre. Tausende, ach was rede ich, Milliarden von Klischees, eine wirklich einfach Story und ein Film, der sich selbst nicht ernst nimmt. Mehr braucht man nicht, um einen solchen Film zu produzieren. Dass es auch anders geht, zeigt z.B. “Virus Undead”. Aber was hier an schrägen Gags und blutigen Auseinandersetzungen geboten wird, stellt selbigen weeeeeeeeiiiiiiiit in den Schatten.
Eine Kleinstadt, es ist Promnight, doch kommen nicht nur die hormongesteuerten Teenies, da wären die Halbstarken, die Cheerleader, der Sci-Fi-Club, die Emos usw., zur Schule, sondern auch die, durch das an der Stadt liegende Kernkraftwerk, wiedererweckten Toten des örtlichen Friedhofs. Selbstlos versucht eine Gruppe von Jugendlichen, angeführt vom patriotischen Sportlehrer der Schule, das Chaos ins Reine zu bringen und die Welt zu retten. Einfach phantastisch!
An Empress And The Warriors
Der zweite Focus Asia Beitrag auf dem Festival, den ich mir angeschaut habe. Ziemlich geniales, bildgewaltiges Werk mit großen Schlachten, toll choreographierten Zweikämpfen und einem fesselnden Soundtrack. War bisher noch nie so begeistert von dieser Art von Filmen, oder sagen wir, ich habe mich bisher nie so richtig an solche Filme gewagt. Aber nach “An Empress And The Warriors” dürfte sich da nun einiges tun, denn ich habe definitiv Blut geleckt!
Outlander
Uff…Vom Trailer her habe ich mir mehr von dem Film versprochen, aber leider blieb dieser Film doch hinter den Erwartungen zurück, so dass er letztlich nur durchschnittlich daherkommt. Es ist zwar eine solide Story, gute Darsteller und, zugegeben, geile Effekte, aber mehr eben auch nicht. Da kann man in der Tat sagen, dass der Trailer ein regelrechter Blender war, der im Prinzip das beste des Films schon gezeigt hat.
Es geht um einen Außerirdischen, rein äußerlich ein Mensch, der in der Frühzeit in Norwegen mit seinem Raumschiff abstürzt und dabei ein außeridisches Wesen, ein sogenanntes Morween freilässt. Er selbst wird anfangs von den ansässigen Wikinigern gefangen, später aber in ihren Kreis aufgenommen. Dann gilt es, die Kreatur zu jagen und zu erlegen, was anfangs einige Schwierigkeiten bereitet…
The Midnight Meat Train
Dieser Film ist wiederum überdurchschnittlich gut, weil hier duch die Kameraführung und die Schauspieler, durch die ganze Optik des Films eine düstere Atmosphäre rübergebracht wird, die auch der Story gerecht wird.
Der Fotograf Leon Kauffmann ist auf der Suche nach DEN Fotos. Fotos, die schockieren, Fotos, die Momente abpassen, in denen die Meisten Leute an alles, aber nicht ans Fotografieren denken würden. Bei der Verfolgung eines grausamen Mörders in der New Yorker U-Bahn gerät er mehr und mehr in einen gefährlichen Strudel, aus dem er sich nicht befreien kann. Nach einigen Recherchen und ca. 60 blutige Minuten später offenbart sich ihm eine Pflicht, der er sich nicht entziehen kann…
36 Steps
36 Steps…Steps…1 Step…1 Step zu viel..und zwar der in den Kinosaal!
Kein weiterer Kommentar!
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Geschrieben in Allgemeines, FFF, Kinofilm
, um 2:25
, von Dennis
Im Rahmen des FFF wurden auch Kurzfilme aus aller Welt präsentiert, zusammengefasst zu einem Feature, die ich nun auch kurz kommentieren möchte:
Occupations
Lars von Triers, und damit steht er sicherlich nicht alleine da, Ansicht, wie man mit nervenden Kinobesuchern, wie wir sie heute bei “An Empress And The Warriors” erleiden mussten, umgehen sollte. Stumpf, blutig, geil!
The Saddest Boy In The World
Absurder, quietschbunter, schriller Streifen über einen wirklich, wirklich, wirklich bemitleidenswerten Jungen. Nicht so mein Fall gewesen.
Shuteye Hotel
Hmm…Der Zeichenstil gefiel mir nicht so sehr, außerdem war ich in der Mitte in etwa eingeschlafen…
Tile M For Murder
Auch hier habe ich leider die meiste Zeit geschlafen (Man kommt ja sonst nicht dazu…). Aber was ich so gesehen habe, war recht cool. Idee: Scrabblen für Fortgeschrittene, wird doch Realität, was man so aus den kleinen Buchstaben zusammenlegt…
Killing Time
Überstilisierter, kurzer Film ohne wirkliche Aussage imho. 2 Paar campen irgendwo in der Wüste und ein Typ hält die ganze Zeit mit seinem Gewehr auf den Campingcaravan. WOW!
Arbeit Für Alle
Einer der besseren, nein eigentlich der beste Kurzfilm des Features, noch dazu ein deutscher Beitrag. Aussichten in eine Gesellschaft, in der jeder einen Job hat..so mehr oder weniger. Sehr lustig, sehr blutig!
Eater
Ziemlich lahmer Kurzfilm über einen Typen, der die Gestalt anderer annehmen kann und dann sein Unwesen in einer Polizeistation treibt mit vielen Toten und einem Gähnen am Ende des Films.
Bitten
…Ähm…irgendwie war ich da nochmal eingeschlafen….was war denn da nochmal..oO
Even Pigeons Go To Paradise
Lustiger Film über einen alten Mann, der von einem Pfarrer abgezockt wird, bis der alte Sack den Pfarrer selbst abzockt….*HIGH FIVE* Gevatter Tod !
Because There Are Things You Never Forget
…Ich befürchte, ich kann hier nicht viel zu sagen, ausser, dass ich ihn nicht so toll fand, sei es wegen der Kinder, oder der Oma, oder wegen des Fussballes..Ich weiß es nicht…Kurzum, die Kinder rächen sich dafür, dass Omi den Ball kaputtgemacht hat, indem sie sie nun auch kaputt machen.
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Geschrieben in Allgemeines, FFF, Kinofilm
, um 2:11
, von Dennis
Ja, das Schlimmste ist überstanden…Und damit meinte ich nicht Halbzeit oder so…nene, ich meinte ein einziges Feature, was wirklich soo grottenschlecht war, dass ich es als absoluten Kontrast zu “Let The Right One In” betrachten kann, aber dazu dann später mehr. Heute kommt der von mir mit Spannung erwartete “Outlander”, auf den ich mich sehr freue, nebst “Dance Of The Dead”, welcher für mich jetzt schon das gewisse Etwas versprüht.
Aber erstmal kurz zu den Reviews des gestrigen Tages:
The Art Of Negative Thinking
Anfangs wusste ich nicht so genau, was ich von dem Film halten soll, war es doch ein skandinavischer Film, was ja im Prinzip schon mal für ihn spricht. Aber ich hatte da auch Filme wie “Dänische Delikatessen” oder “Old Men In New Cars” im Hinterkopf, was meine Vorfreude dann ein wenig getrübt hat. Mit dieser Art von Humor kann ich nämlich nicht so viel anfangen, weshalb ich schon leichte Bedenken hatte. Aber letztlich war der Film einfach nur ein reinstes Feuerwerk an aberwitzigen Charakteren, Dialogen und Szenen. Eine Selbsthilfegruppe behinderter und deprimierter Leute nimmt das Ruder selbst in die Hand, “feuert” kurzum ihre Betreuerin und lernt, wieder Spaß am Leben zu haben. Die Angehörigen, selbst auch schon deprimiert durch die vorherrschende Lebenssituation lernen vieles dazu und alle sind am Ende wieder glücklich. Was jetzt sehr plump klingt, ist in Wahrheit ein gut inszenierter Film, der einem zeigt, dass die Welt keine rosarote Plüschtierfarm ist. Wer das glaubt, hat vermutlich mehr Probleme, als ihm lieb ist *g*. Anschauen !!!
Senseless
Von Senseless habe ich mir mehr versprochen, als der Film letztlich bieten konnte. Der Amerikaner Elliot Gast wird entführt, gefangengehalten und gefoltert. Gefoltert im Sinne von “Wir rauben dir deine fünf Wahrnehmungssinne”. Dabei wird seine Gefangenschaft rund um die Uhr ins Internet übertragen, wo sich Unmengen von Menschen an diesem Ereignis ergötzen und entweder für seine Freilassung spenden oder für weitere Folterungen zahlen können. Bis hierhin mag die Story noch recht geil klingen, doch die wahren Motive der Täter liegen leider im imperialistischen Vorgehen der Vereinigten Staaten von Amerika. Elliot Gast muss als Sündenbock herhalten, man statuiert ein Exempel für die Untaten der kapitalistischen Großmacht. Vor diesem Hintergrund, der nunmal leider sehr plump wirkt, kommt “Senseless” leider nur noch wie ein durchschnittlicher Torture Film rüber, der es dann auch nicht mehr schafft, auf Dauer zu unterhalten, weil es dafür zu viele Längen zwischen den einzelnen expliziten Szenen, fünf an der Zahl, gibt. Sehr schade, denn der Film hätte durchaus Potential gehabt, hätte man den Plot Arabische Welt gegen USA weggelassen.
Virus Undead
Deutscher Beitrag, schlecht, ganz schlecht….Ich weiß immernoch nicht, ob es ein Stilmittel sein sollte, dass der Film auf englisch abgedreht wurde und dass alles so “amerikanisiert” wurde. Wenn ich an den Donut essenden Dorfbullen denke, oder dieses “Dude” Gehabe. Ich weiß nicht, es passt halt nicht zu der Atmosphäre, die ansonsten in einem deutschen Film herrscht….da helfen dann auch nicht zurechtgeklaute Kameraeinstellungen, wie z.B. die rasante Autofahrt in der Nacht, die Kamera ist vorn rechts am Wagen aufgehängt, bis sich der wagen überschlägt…oder auch die Ankunft bei der Tankstelle, man hört nur die Musik, sieht die Kamera schwenken und denkt sofort “Ach, bin ich jezz in nem Tarantino Film, oder was ?” ..Ich weiß nicht wo ich weitermachen soll…es gibt so vieles…ich glaub, ich lass es lieber!
Mirrors
Ein weiterer (kommerzieller) Beitrag aus den USA. Mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle und einem ziemlich genial gewählten, alten Haus als Setting. Wie der Name schon vermuten lässt, entwickeln die Spiegel ein ungewöhnliches Eigenleben….meint man zumindest anfangs. Was mit wirklich gut gemachten Effekten daherkommt, wird durch den Dämon einer alten Nonne verursacht, der vor vielen Jahren, als sie noch ein Mädchen war und unter Schizophrenie litt, in die Spiegelwelt “verbannt” wurde. Seitdem treibt er dort, in eben jenem Haus sein Unwesen, trachtet nach den Leben des Protagonisten und seiner Familie und verlangt die Aushändigung der alten Nonne. Wer jetzt nicht abgeschreckt ist von diesem Gewusel, dem sei ans Herz gelegt, “Mirrors” eine Chance zu geben, denn mit seinen Effekten, den Schauspielern und der Story bietet sich ein wirklich solider Fantasy Thriller, der im oberen Durchschnitt anzusiedeln ist!
The Rage
Bekloppte Teenies, ein bekloppter Professor und noch beklopptere Vögel…achja, und die bekloppte Story…wirft man alles zusammen, so bekommt man “The Rage”. Ein wirklicher Trashfilm mit viel Blut, schlechten CGIs, miesen Puppen und noch mieserableren Schauspielern. Der Film ist nun wirklich allerhöchstens als Spaß zu betrachten. Wer hier mehr sucht, als Splatter, Hirn-Ausschalt-Zeit oder was weiß ich nich was, dem sei lieber ein Film, wie z.B. der herrvorragende Virus Und….nein, moment…36 Steps…ach, vergesst es !
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01.09.08
Geschrieben in Allgemeines, FFF, Kinofilm
, um 0:49
, von Dennis
Heute haben wir uns nur fünf, bzw. ZiB vier Beiträge angeschaut, welcher dafür aber sehr abwechslungsreich und allesamt auch sehr unterhaltsam waren. Physisch gesehen war ich heute auch recht fit und bin es auch jetzt noch, weshalb ich mich dazu entschieden habe, sofort die kurzen Reviews zu verfassen, womit ich denn auch sogleich mal beginnen werde. Ausgenommen hiervon sind die 10 Kurzfilme, die in einem Beitrag zusammgefasst waren. Dazu werde ich mich morgen evtl. noch äußern.
The Red Inn
The Red Inn…ja…unterhaltsamer Film, welcher fast ohne Blut auskommt und dennoch sehr schön zum FFF passt. Eine Familie betreibt eine kleine Herberge irgendwo total abgelegen und scheut sich nicht, ihre Gäste nach belieben umzubringen und dadurch ihr Hab und Gut aufzustocken. So kommt es dann auch, dass eine Kutsche mit mehreren Personen aufgrund eines Achsenschadens dort Halt machen muss und sich dadurch wieder ein gefundenes Fressen bietet. Innerhalb dieser Rahmenhandlung lebt der Film eher von den Dialogen, den Charakteren und dem Humor, als von Action, Mord und Totschlag. Letztere gehören zwar dazu, aber das Hauptaugenmerk hat man auf die skurrilen Charaktere, teils aberwitzige Dialoge und dem zwar platten, aber dennoch passenden Humor gelegt. Als Opener für den zweiten Tag eine gute Wahl meiner Meinung nach!
Terra
Wahnsinnig starker Animationsfilm. Nicht auf der höhe der Zeit, was die Technik angeht, aber von der Inszenierung her viel besser, als das meiste Mainstream Animationszeug, was man uns in letzter Zeit vorlegt. Im Groben betrachtet ist es jetzt zwar auch kein Masterpiece, aber auf jeden Fall sehenswert.
Es geht um den Planeten Terra, deren friedliche Bewohner eines Tages von einer Art Maschine heimgesucht werden, die, wie sich später herausstellt, ein riesiges Kolonialschiff der Menschheit und deren letzte Hoffnunf auf ein Überleben ist, nachdem die Erde und die beiden ebenfalls besiedelten Planeten Venus und Mars in einem Krieg zerstört wurden. Trotz der Bemühungen zweier Angehöriger beider Spezien lässt sich ein Krieg um Terra natürlich nicht verhindern, da die Menschheit meint, in Terra ihren neuen Planeten gefunden zu haben. Natürlich schrecken sie auch nicht davor zurück, den Planeten nach ihren Bedürfnissen umzuformen, auch wenn das den Tod für die Einwohner Terras bedeutet.
So bietet sich einem ein Film, der die Motive der Menschheit hinterfragt, der, meiner Meinung nach, mit Recht die Frage aufkommen lässt, wie wir wohl später im Zeitalter der Kolonialisierung des Weltalls handeln würden. Würden wir ähnlich egoistisch, besitzergreifend, rücksichtslos handeln, wie wir es mit der Erde tun ? Würden wir uns irgendwann dadurch selbstzerstören, weil gegründete Kolonien ihre Unabhängigkeit erklären und es daraufhin Krieg gibt ? “History repeats itself” ist ein Satz, der mir dabei in den Sinn kommt. Apropos History…Das ist auch ein Punkt, den der Film anspricht. Man sollte seine Vergangeheit, sei es nun die persönliche oder aber auch die eines ganzen Volkes nicht verschweigen, totreden, vergessen, irgendwann holt sie einen eh immer wieder ein, so wie es auch dem Volk der Terraner ergangen ist. Ähnlich wie die Menschheit im Film, standen auch sie kurz vor der ihrer eigenen Vernichtung, weshalb sich die “Ältesten” dazu entschieden haben, daß jegliche Technologien, die für den Kriege von Nutzen wären und eben jene Vergangenheit für nicht existent erklärt wird. Letztlich wurden sie aber nun gezwungen, auf dieses Wissen wieder zurückzugreifen, um ihr eigenes Überleben erneut zu sichern. So gesehen sicherlich eine Ironie des Schicksals, aber auch das Statement, sich mit der Vergangenheit auseindanderzusetzen, anstatt sie zu ignorieren.
Let The Right One In
WOW! Ich bin mehr als begeistert von diesem, als Centerpiece angekündigten, schwedischen Beitrag für das FFF. In typisch skandinavischer Machart, mit ruhigen Bildern, ruhigen Dialogen und besänftigender Musik stellt “Let The Right One In” das bisherige Highlight des Festivals für mich dar. Ich hab ja ein leichtes Faible für Filme aus den nördlichen Ländern, eben weil sie so ruhig daherkommen und eher die Bilder für sich sprechen lassen. So ist es eben auch bei diesem Vampierfilm. Wenn man ihn überhaupt als solches bezeichnen kann. Er spielt zwar mit sämtlichen Klischees über das Vampierdasein, aber ist eben doch eher ein Drama. Es geht um ein zwölfjähriges Mädchen, genauer gesagt dem Vampier Eli, welche eben zum Überleben Blut trinken muss. Sie verliebt sich in den gleichaltrigen Oskar, obwohl sie genau weiß, dass ein Zusammenleben mit ihm mehr als nur schwer werden würde. Dennoch festigt sich die Beziehung der beiden mehr und mehr, bis sie am Ende tatsächlich zusammenkommen und umherziehen. Die schauspielerischen Leistungen der Kinder sind dabei beachtlich, bringen sie die Emotionen doch relativ gut rüber, so dass man die ganze Zeit über ein mehr oder weniger beklemmendes Gefühl hat. Alles in allem ein besonderer Film in meinen Augen, bei dem ich auch sehr gespannt auf die DVD Auswertung bin!
The Strangers
Ein weiterer amerikanischer Film…diesmal ein Shocker…und was für einer ! Starke Gänsehaut Momente und eine fast durchgehend aufrechterhaltende Stimmung, die doch ein wenig aufs Gemüt schlägt. Recht schonungslos inszenierte Konfrontation zweier Menschen mit einer Gruppe von Psychopaten, die eine Nacht lang ein wahres Terrorspiel mit ihnen betreiben, bis sie am Morgen einfach von ihnen erstochen werden. Sowas sieht man nicht oft, weshalb es etwas erfrischend Anderes ist, kein Meisterwerk, aber ein durchaus anzuerkennendes Machwerk.
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