22.08.07
Geschrieben in Allgemeines
, um 17:06
, von Dennis
So oder so ähnlich klingt der Titel eines TV Films, den ich gestern auf Sat.1 gesehen habe….Nein, nicht mit voller Absicht, hatte nur während des Abendessens reingezappt und dachte..naja, mal schauen.
Im Grunde war er nicht sooo schlecht, zumindest im Vergleich zu Prachtexemplaren wie zb. Der Todesbus oder Haialarm auf Mallorca. Aber dennoch wirkte der Film eher peinlich, als wirklich ernst, wie man vielleicht von der Story erahnen könnte…Auch Heinz Hoenig konnte nicht so wirklich überzeugen, mal ganz zu Schweigen von dem Rest der Besetzung…Die eben erwähnte Story fasse ich mal stichwortartig zusammen:
-Vater ist Versicherungsangestellter
-Sohn studiert, bekommt monatlich einen Scheck vom Vater und das wars…mehr nicht
-Vater hat Lungenkrebs
-Vater will nix mit seinem Sohn zu tun haben
-Sohn zieht zu seinem Vater, weil er mehr über ihn wissen will
-Vater macht Geschäftsreise nach Dortmund
-Sohn erfährt, dass er gar nicht in Dortmund ist, sondern in Lissabon
-Sohn reist hinterher und findet natürlich zufällig Vater
-Sohn sieht Vater mit junge Frau, denkt die haben eine Affäre
-Sohn lernt junge Frau kennen, verliebt sich in sie
-Sohn sieht Vater auf Foto bei Frau und fragt, wer das sei…Sie sagtzuerst scherzhaft, er sei ihr Vater, danach aber, dass er ihr Liebhaber sei
-Frau verliebt sich auch in Sohn
-Frau und Sohn haben Sex
-Sohn verfolgt Vater und sieht mit an, wie er ein Schiff in die Luft jagt und dabei Menschen tötet
-Sohn findet heraus, dass sein Vater ein Doppelleben führt und ein Auftragskiller ist
-Sohn wird von Vaters Auftragsgebern beschattet
-Sohn will mit Frau abhauen
-Vater soll Sohn umbringen
-Vater bringt Sohn nicht um
-Vater bringt in dem wohl bescheuertsten Shootout der Filmgeschichte seine Auftragsgeber um
-Vater erklärt, dass Frau Tochter aus erster Ehe ist und Sohn aus zweiter Ehe stammt
-Frau und Sohn merken, dass sie Inzest betrieben haben
-Vater erliegt dem Lungenkrebs
-Frau, welche im übrigen im gesamten Film fast nur auf den beknackten Namen Stormy hört, will in Lissabon bleiben
-Sohn fährt wieder nach Hause
-Vorher wird nochmal richtig lecker am Hafen rumgeknutscht
Herrlich, oder ? Eigentlich kann man das nichtmal ansatzweise so lustig rüberbringen, wie es letztlich gestern erschien, vor allem Szenen, wie Hoenigs “sehr lässiger” Tanzschritt zu “I can’t dance” von Genesis und einem direkt daruaf folgenden, dramatisch in Szene gesetzten Hustanfalls aufgrund des Lungenkrebses, der sehr klischeehaft dargestellte Auftragsgeber oder der wirklich dämliche Shootout am Ende lassen den Film wirklich eher lächerlich erscheinen…und dann noch diese schreckliche Musik am Ende, während der Vater bestattet wird…bwwwahhhh…grausam…
Auch wenn ich den Film stellenweise gut und lustig fand, muss ich meine Aussage von oben revidieren…der Film war im Grunde gar nicht gut…der war richtig scheiße. Natürlich weiß man sowas aber immer erst nachher, auch wenn es sich hier um eine deutsche TV Produktion handelte.
Mal schauen, ob der auf DVD rauskommt ! *g*
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21.08.07
Geschrieben in DVD Review
, um 17:51
, von Dennis
Gestern Abend habe ich mir “The Hitcher”, Dave Meyers Remake zum gleichnamigen Film von 1986 angeschaut. Ich kenne das Original nicht, aber nachdem mir sein Pendant von 2007 doch recht gut gefallen hat, werde ich das bald mal nachholen.
Mit seinen gut 80min. Laufzeit (ohne Abspann sogar nur ca. 75min.) kann man zwar sagen, dass er recht kurz ist, aber auffallen tut es beim Schauen nicht wirklich. Ohne allzulange Verschnaufpausen wird man hier schonungslos von einer Szene zur nächsten gescheucht, während sich die Spannungskurve konsequent aufbaut. Lediglich gegen Ende des Films bekommt man mitunter das Gefühl, aus dem Kinosessel hinausgedrängt zu werden. Nachdem der Killer, welcher im Übrigen vom geradezu passenden Sean Bean verkörpert wird, verhaftet wurde, fragt man sich schon, warum er das tut, warum er so ist. Jedoch bekommt man darauf keine Antwort, sonder ein zwar hervorsehbares, aber insgesamt gesehen, zum Film passendes Finale geboten. Sicher kann man in Frage stellen, dass Grace mal eben mit der Schrotflinte aus dem explodierenden Gefangenentransporter springt und den Killer mit drei oder vier Schüssen niederstreckt, aber das würde ich persönlich aus zwei Gründen nicht machen: Erstens, Kaum einer weiß wohl, zu was man in solch einer Extremsituationen fähig wäre….Und zweitens, der Film hat mit der Szene, als der Killer anfangs gegenüber Jim ganz locker über sein Vorhaben plaudert, gefolgt von dem Massaker im Polizeirevier und abschließend der Verfolgung und Schießerei auf dem Highway einen imho leicht absurden Weg eingeschlagen. Besonders bei der zuletzt genannten Szene wird dies durch die sehr passende Musik hervorgehoben.
Diese Tatsache lässt mich auch über das jähe Ende Jims bzw. das Finale hinwegsehen, weil es so gesehen zusammen passt.
Einige Schockmomente runden den Film ab, und abgesehen von der Spannung bzw. der permanenten Vorstellung, dass der Killer hinter der nächsten Ecke lauern könnte, sticht vor allem Sean Bean hervor, der meiner Meinung nach, wie zuvor schon geschrieben, eine Glanzleistung abgelegt hat und gerade mit seiner Mimik auf der ganzen Linie überzeugt.
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13.08.07
Geschrieben in Kinofilm
, um 21:50
, von Dennis

Lange Zeit kam nix….und dann kam “Transformers”, Michael Bays neuster Streich in Sachen Effektbombastsupershow…und mit ihm kommt auch nach sehr, sehr langer Zeit wieder ein neuer Eintrag in meinem, doch leicht eingestaubten, Blog.
Ende April 2005: Michael Bay gibt bekannt, dass nach “The Island” seine nächste Regiearbeit “Transformers” sein wird. Mit Steven Spielberg als Produzent an Bord konnte man also schon in etwa erahnen, was einem da für ein Spektakel bevorsteht. Die Monate zogen ins Land, Infos, Screens, Trailer, Spots, immer mehr Spots und immer noch mehr Spots erschienen auf der Bildfläche und mit ihnen eine wahnsinnige Vorfreude auf den Film. Nun, gestern war es dann soweit und wir haben uns “Transformers” im Kino angeschaut.
Wer Michael Bay kennt und liebt, der dürfte imho nicht enttäuscht werden. Verpackt in 143 Minuten Laufzeit, bekommt man hier Hochglanzbilder, übelste Explosionen, Pathos - welcher auch noch von einem, für sich gesehen, tollen Score unterstrichen wird - derbe schnelle Schnitte und die vielerorts kritisierte “Wackelkamera” geboten, die einen z.T. aus dem Kinosessel heraus mitten ins Geschehen des Films verfrachtet.
Die Special Effects, denen ich an dieser Stelle mal einen Absatz für sich einräume, dürften vielleicht fast einen neuen Standart darstellen, denn wenn sich ein Truck mal eben so in einen …kA 5, 6, 8m großen Roboter verwandelt, hier ein Kotflügel einfährt, dort ein Arm ausfährt, die Reifen sich neben verchromten Auspuffrohren dem Gesamtbild des Optimus Prime fügen, begleitet von Geräuschen, die einen an die originale Trickserie aus den 80ern erinnern, dann klappt einem schon die Kinnlade runter! Ich denke, “Transformers” dürfte ein heißer Anwärter auf den nächsten Special Effects Oscar sein.
Was vielleicht weniger den Oscar abräumen wird, ist die Story. Nach “The Island” hätte man vielleicht sogar erwarten können, dass Michael Bay mehr aus dem Script rausholt. Sicher, es handelt sich um eine Cartoon Verfilmung und gerade da sollte man nicht immer ein tiefgründiges Drehbuch erwarten, doch bei der Umsetzung hat Bay imho schon ein wenig gepatzt. Insgesamt gesehen schwankt er den Film über zwischen zwei Linien: Auf der einen Seite eine geradezu comicartige Darbietung mit fast schon zu flachem Humor (Die Gartenszene, als Sam die Brille sucht) und witzelnden Autobots und auf der anderen Seite der Bay übliche Pathos mit der Aussage, dass man für eine gute Sache kämpft und die kritisch betrachtete Menschheit eine Chance zum Leben verdient haben. Es wäre sicherlich gut gewesen, wenn er sich für eine Sache entschieden hätte…sei es nun der “ernstere Unterton” oder einen 143min. Real Cartoon.
Wer aber neben einigen Logiklöchern darüber hinwegsehen kann, dürfte aber in der Tat recht gut gelaunt den Kinosaal wieder verlassen. Diejenigen, die von dem Film von anfang an ein reines, effektreiches, bildgewaltiges, temporeiches und auch von Pathos begleitetes Bay-Original erwartet haben - und zu denen zähle ich mich - der hat sein Kinogeld gut investiert. Ich fühlte mich von “Transformers” sehr gut unterhalten und freue mich schon, aufgrund der mehr als deutlichen Szenen am Ende bzw. während des Abspannes, auf einen zweiten Teil.
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