31.03.08

Die Welle

Geschrieben in Kinofilm , um 22:59 , von Dennis

Nachdem ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe, beschloss ich gestern, den Film abends im Kino zu schauen, um mir ein Bild davon zu machen, wie man den Stoff um das Experiment, welches 1967 an einer US Amerikanischen High School durchgeführt wurde, visuell umgesetzt hat.

Normalerweise bin ich ja jemand, der sagt, dass man sich selbst eine Meinung bilden soll und gebe oftmals auch nix auf andere Kritiken…also, ich lese sie schon, verarbeite sie auch, aber egal, wie schlecht ein Film geredet wird, ich würde ihn mir trotzdem erst selber anschauen. Daher mag es jetzt verwunderlich klingen, wenn ich schreibe, dass das Kaufen eines Kinotickets in meinen Augen eine wahre Geldverschwendung ist, denn der Film ist leider alles andere als gut.

Die Schauspieler waren meiner Meinung nach nicht sehr überzeugend, was vielleicht daran liegt, dass viele der jüngeren Darsteller etwas überfordert waren oder sich von vornherein nicht in die Charaktere hineinversetzen konnten. Einen kleinen Lichtblick stellte da Jürgen Vogel in der Rolle des Lehrers dar, der das Experiment durchgeführt hatte. Auch wenn man leicht ins Schmunzeln kommen könnte, wenn man ihn im Ramones T-Shirt sieht, so kaufe ich ihm noch am ehesten seine Rolle ab.

Das zweite Problem, womit der Film zu kämpfen hat, sind Klischees. Der Film strotzt nur so davon. Möglicherweise sollte dies so sein, um die verschiedenen Gruppen, politische Motivationen, Einstellungen, Lebensweisen oder was auch immer zu zeigen, aber so, wie es hier umgesetzt wurde, ist man irgendwie leicht übers Ziel hinausgeschossen, denn es nervt sehr schnell, wenn man mit massenhaft Klischees gezeigt bekommt, dass jener so und der andere so “veranlagt” ist. Es werden “typische, assige, biersaufende” Punks gezeigt, die “Ökotante” mit ihrem dicken Schal und der kritischen Meinung fast allem gegenüber, dem “beliebten” Manschaftssportler, der nicht so gute Noten hat, der Außenseiter, der die ganze Zeit gemobbt wird und natürlich die “Stressmacher”, die nur in der Gruppe stark sind. Nix gegen diese Gruppen, die gibt es ja nunmal, aber man hätte einfach nicht so dick auftragen sollen, denn auch das nimmt man den Schauspielern nicht wirklich ab.

Noch zu bemängeln wäre die Inszenierung ansich, welche, und dazu komme ich direkt im Anschluss, auch noch völlig an der Vorlage vorbei gegangen ist. Doch auch so bekommt man leider mal wieder das Gefühl, einen “deutschen” Film zu sehen. Ich hatte gedacht, dass man von diesem Martyrium bei Dramen nicht unbedingt so verfolgt wird, aber die Szenen mit der Strandparty z.B. wirken in meinen Augen einfach nur lächerlich und passen vor allem nicht zum Rest des Films….der Rest des Films…der Film…worum geht es in dem Film ? Das Experiment eines Lehrers, welches man durchaus als Erfolg verzeichnen könnte. Doch warum stellt man es in dem Film denn als totalen Mißerfolg dar ? Anders kann ich ein Experiment, bei dem ein Schüler verletzt und ein anderer durch Selbstmord stirbt, nicht werten. Das war nach ca. 100 Minuten Spielzeit einfach nur ein Schlag in die Fresse eines begeisterten Lesers des Romans, ist doch dort, geschweige denn im realen Experiemnt, nicht ein Schüler auch nur verletzt worden. Doch das Ende, was man hier bekommt, erinnert eher an die ersten Minuten nach einem Amoklauf an einer Schule, sieht man doch überall verstörte und weinende Schüler.

Das einzig positive, was ich dem Film abgewinnen kann, ist der Soundtrack, welcher mit seiner Auswahl von Punk/Rock und Alternative Songs mein Herz höher schlagen lässt. Für den Rest jedoch kann ich den Machern nur eines mit auf dem Weg geben:

Thema verfehlt,

setzen, Sechs !

30.03.08

I am calling you…

Geschrieben in Allgemeines , um 11:54 , von Dennis

…in these darkest hours….

weil wegen ich brauche Hilfe!!!

Ich habe heute in nem Prospekt eine Uhr gesehen…eine Uhr für meine zukünftige Wohnung. Eine geile Uhr…eine Uhr..ja, mit der ich sofort ins Bett gehen würde. Das Problem ist jedoch, dass sie fuckin klein ist :(

Das Design finde ich jedoch klasse! So klasse, dass ich eine Uhr in dieser Art bekommen muss. Jedoch mit einem größeren Ziffernblatt, denn die z.T. widersprüchlichen Angaben von 17-20cm Durchmesser erscheinen mir dann doch zu klein, denke eher an die Größenordnung ab 30cm. Da gibt es dann schon einige nette Alternativen, aber noch nicht so das richtige.

Von daher bitte ich euch, wenn ihr etwas kennt, einen Tipp habt, Links habt, vielleicht sowas sogar irgendwo zuhause stehen habt…bitte, schreibt in die Comments, schickt mir ne Email oder so :)

Vielen Dank dafür und einen schönen Sonntag noch :)

28.03.08

Nun ist es offiziell

Geschrieben in Aus dem Leben eines Junkies, Einkaufen , um 12:17 , von Dennis

Ab dem 01.06.08 beziehe ich meine erste, eigene Wohnung! Gestern habe ich dafür den Mietvertrag unterschrieben, in dem auch nochmal extra aufgeführt wurde, dass ich in der Wohnung zwei Katzen halten darf (*freu*). Ausserdem habe ich einen Grundriss bekommen, dank dem ich nun mit Planen und Einrichtungsvorstellungen anfangen kann (*noch mehr freu*). Kurzum: Ich bin super happy, dass es nun endlich losgeht, weil ich es mir vorher zuletzt schon selbst nicht mehr geglaubt habe, dass ich das durchziehe.

Zur Belohnung, und weil es in meinem Zimmer heute morgen nach dem Aufstehen so tierisch warm war und ich unbedingt an die frische Luft wollte, bin ich dann eben zum Media Markt gefahren und habe mir Planet Terror und American Gangster im Steelbook gekauft, auf die ich schon lange gewartet habe.

Grindhouse Nacht, ich komme :D

27.03.08

Die Qualen einer unschuldigen Tasse

Geschrieben in Das Wort zum Donnerstag , um 23:58 , von Dennis

Das heutige Wort zum Donnerstag widme ich einem Arbeitskollegen mit einer sehr eigensinnigen Auffassung, was eine gute Kaffeetasse ist:

Lieber H.S.,

fernab der Möglichkeit, dass es dir bisher noch nicht aufgefallen ist, habe ich beschlossen, nun auf diese Weise darauf hinzuweisen, wie ekelhaft deine Kaffeetasse ist, aus der du seit Monaten, nein Jahren (Man beachte, diese ToiToi Dixi Tasse ( Haha, welch Ironie ) ist aus dem Jahr 2004 ) täglich deinen Kaffee schlürfst.

Nicht nur, dass die Tasse unten am Henkel einen komischen Fleck hat, der von Tag zu Tag größer wird, nein, auch außen am Rand ist die Tasse nicht gerade etwas, was man als hygienisch bezeichnen würde. Neben Flecken und Schmutz auf der gesamten Aussenseite bietet sich ringsrum am Rand oben eine Krater- und Krustenlandschaft, der sogar Ratten in den Selbstmord treiben würde. Ich weiss nicht, wie man da überhaupt noch freiwillig mit dem Mund rangehen kann, da bekommt man doch zwangsläufig Herpes oder Schlimmeres. Doch damit noch nicht genug: Innen ist die Tasse auch nicht gerade eine Bereicherung, wenn man mal davon absieht, dass sie in jeder Frühstücks- und Mittagspause für reichlich Gesprächsstoff zwischen uns sorgt und schon für so manches ausgespucktes Essen und Trinken aufgrund von nicht enden wollenden Lachkrämpfen verantwortlich war. Hoffnung, dass die Tasse mal wieder einigermaßen sauber wird, haben wir nicht mehr. Dafür ist schon zuviel angetrockneter Kaffeesatz vorhanden und auch die komischen Kugelschreiberstriche am Boden, die wohl vom Umrühren kommen, machen es nicht gerade besser. Der Höhepunkt der letzten Zeit war jedoch dieser komischer, braune, siffige Faden, der an der Innenwand klebte.

Von daher bitte ich dich, H.S., in deinem eigenen, wie auch in unserem Sinne, bitte, bitte säubere doch mal die Tasse vernünftig, oder noch besser, hole dir eine neue, bevor sie sich selbst das Leben nimmt und von der Tischkante springt. Für dich kann es nur gesundheitsfördernd sein und auch was uns angeht, sinkt das Risiko eines Herzinfarktes oder Lachflashs mit Todesfolge enorm.

In diesem Sinne,

der an dich denkende Kollege

Anbei mal ein paar Bilder vom Desaster…man beachte die verzweifelten Versuche der Tasse, mit Hilfe-Schreien auf sich aufmerksam zu machen und ihrem unsäglichem Leid ein Ende zu setzen:

26.03.08

Zwei starke Filme…

Geschrieben in DVD Review , um 21:48 , von Dennis

…habe ich in den letzten zwei Tagen geschaut, zwei Filme über zwei Paare und die Zweisamkeit im Allgemeinen. Zwei, in vielerlei Hinsicht starke Filme, sowohl was die Story, als auch die Darsteller bzw. die Musik angeht. Der erste von beiden war “Eternal Sunshine Of The Spotless Mind” oder “Vergiss mein nicht!”, wie er hierzulande heißt.

Ein Film, der einen regelrecht in eine “Achterbahn” setzt. Während man Zeitsprünge und durch tolle Visual Effects unterlegte Erinnerungen von einem der Hauptdarsteller beobachten darf, erfährt man so langsam den Zusammenhang und den Hintergrund dieser wirklich toll erzählten Geschichte. Eine zerflossene Liebe, in der die beiden Partner nicht mehr unbedingt viel füreinander übrig haben und der damit einhergehende Wunsch, am Liebsten alles rückgängig zu machen. Der Kopf will alles dafür tun, es vergessen zu machen. Dass einem dabei das eigene Herz jedoch einen Strich durch die Rechnung machen kann, ist die Botschaft dieses genialen Films. Es ist egal, warum eine Beziehung zuende geht, es ist egal, wie verletzt, traurig bzw. wütend man ist, es gibt immernoch die Erinnerungen an die guten Zeiten, zwar vergangene Zeiten, aber dennoch Erinnerungen daran, warum man diese Person einmal geliebt hat bzw. dass man diese Person einmal geliebt hat. Warum sollte man diese schönen Gedanken wegwerfen ? Verbannen ? Ungeschehen machen ?
Da ich nicht viel über die Story spoilern möchte, sage ich an dieser Stelle nur noch, dass ich die Aussage des Films wunderschön finde und diese auch überzeugend und visuell sehr ansprechend rübergebracht wurde. Einen nicht gerade kleinen Teil haben dazu natürlich auch Kate Winslet und Jim Carrey beigetragen. Das Ende des Films ist zwar nicht unbedingt überraschend, aber es wurden einem doch fast bis zuletzt mehrere Möglichkeiten gegeben, wie das ganze nun ausgeht.

Der zweite Film dieses Posts befasst sich mit “The Last Kiss”. Zach Braff brilliert hier in der Rolle eines knapp 30 jährigen, mitten im Leben stehenden Mannes, welcher eine wunderbare Frau hat, mit der er ein Kind erwartet. Als Architekt hat er einen soliden Job und man könnte meinen, er führt ein perfektes, beneidenswertes Leben. Doch als um ihn herum alle heiraten und auch in seiner Beziehung Heiratspläne konkret werden, kommt er ins Grübeln, bekommt Angst, dass es dies nun war, das sein Leben von nun an “verplant” ist, zynisch gesagt, dass es der Anfang vom Ende ist. Als er dann eine junge Studentin kennenlernt, lässt er sich zögerlich, jedoch letztendlich nicht der Versuchung widerstehen könnend, auf eine kurze Affäre mit ihr ein. Zu groß war anscheinend die Neugier nach etwas Anderem, etwas Frischem….Und zu Groß war auch die Gefahr, dass es auffliegt, denn natürlich erfährt seine Partnerin auf sehr unschöne, ja, fiese Art und Weise davon und beendet die Beziehung. Da ihm jedoch dadurch klar geworden ist, dass er für den Rest seines Lebens immer nur sie lieben wird, würde er alles dafür tun, sie zurückzugewinnen und lässt nichts unversucht, sie davon zu überzeugen, es noch einmal zu versuchen.

Ein meiner Meinung nach sehr schöner Film über Probleme, Ängste, Sorgen und Fehler, die eine Beziehung sehr belasten bzw. in diesem Falle sogar zerstören können, mit der Aussage, dass man in einer Beziehung über alles reden sollte, gerade über seine Ängste und Sorgen, damit man gemeinsam diese Dinge aus der Welt schaffen kann, anstatt unnötigerweise die Liebe seines Lebens wegzuwerfen.

24.03.08

Hatchet & School Of Rock - Ein Feuerwerk des guten Geschmacks

Geschrieben in DVD Review , um 0:36 , von Dennis

HATCHET

Fuckin Awesome. Ohne wirklich eine weitere Daseinsberechtigung zu erheben, was Story, Sinn oder sonstige Dinge angeht, die Filme auf die eine oder andere Weise “wertvoller” erscheinen lassen, schafft dieser Film es, ganz ähnlich wie Severance (Siehe hier), einen zu unterhalten. Nun, woran liegt das ? An dem in MASSEN spritzenden Blut ? Fliegende Körperteile ? Ein Retarded Slasher, wie er im Buche steht ? Die typische Rahmenhandlung mit nackter Haut und viel Alkohol ? Natürlich. Natürlich liegt es an diesen Dingen, klischeehaften Darstellungen und Szenen, wie man sie schon oft auf ähnliche Weise in anderen Filmen gesehen hat. Schaut man sich mal das Cover an, und dazu zitiere ich mal einen befreundeten Blog:”Der Film Hatchet ist genau wie sein Filmplaket. Eigentlich könnte ich den Text nun beenden.” (Siehe hier), dann weiss man im Grunde schon, was einen erwartet. Natürlich hat Hatchet den Slasher nicht neu erfunden, aber das will er auch gar nicht. Und wenn man sich von vornherein auf einen geilen, ziemlich platten Slasherfilm einlässt, dann, so denke ich, wird man köstlich unterhalten und beendet den Film mit einem Grinsen im Gesicht.

SCHOOL OF ROCK

Das ist auch einer der Filme, die schon längst gesehen werden wollten, aber bisher immer wieder drum rum gekommen sind. Doch heute Abend hatte er keine Chance mehr, denn nachdem ich festgestellt habe, dass sich “Timber Falls” auf meinem DVD Player nicht abspielen lässt, musste Ersatz her.
Was die Handlung ansich angeht..nunja, ein ziemlicher Loser, Rockfan, abgebrannt, ohne Knete, der einen Job als Aushilfslehrer an einer Grundschule annimmt und mit den dortigen Schülern eine Rockband gründet, um bei einem Bandcontest das große Geld abzusahnen. Vielleicht jetzt nicht so burnerhaft, aber als Handlung für eine Komödie, die mir das eine oder andere Lächeln entlocken konnte, immernoch einigermaßen brauchbar. Was mich definitiv mehr zum Lächeln gebracht hat, war die Musik. Wie der Titel es schon vermuten lässt, ist der Film gespickt mit Klassikern des Rocks: Von AC/DC über Cream, Led Zeppelin bis hin zu den Ramones ist so einiges vertreten, was den Film wirklich aufwertet.